





Setze Feuchtesensoren nicht blind ein. Kalibriere sie im realen Substrat: von vollständig durchnässt bis gut abgetrocknet, mit mehreren Messpunkten. Notiere den Bereich, in dem die Pflanze sichtbar vital wirkt. So entstehen individuelle Schwellen statt allgemeiner Internetwerte. Ein Designer rettete seine Kräuter, als er erkannte, dass sein sandiger Mix niedriger messen musste als lehmige Erde. Danach stoppte das ständige Gießen, die Blätter wurden kräftiger, und die Automatisierung musste seltener eingreifen.
Kapillarwanne, Tropfbewässerung und Dochtlösungen haben unterschiedliche Stärken. Kapillarsysteme verteilen Wasser flächig, Tropfer sind präzise, Dochte sind wartungsarm. Wähle nach Pflanzgröße, Substrat und Standort. Ergänze Rückschlagventile, damit Wasser nicht zurückläuft, und stelle einen Leckagesensor unter den Tank. Kopple die Startzeit an deine Arbeitsroutine, damit Pumpengeräusche nicht in Meetings fallen. Ein kurzer, leiser Durchlauf direkt nach dem ersten Kaffee hält den Fluss, ohne Aufmerksamkeit zu rauben.
Pflanzen zeigen Mangel spät. Ein einfacher EC-Meter und pH-Indikator im Gießwasser verhindern Überdüngung und Blockaden. Stelle Leitfähigkeit maßvoll ein, spüle gelegentlich mit klarem Wasser, um Salze abzubauen, und dokumentiere Reaktionen. Wer weiches Wasser nutzt, sollte Calcium und Magnesium im Blick behalten. Ein kleiner Datensatz über zwei Wochen offenbarte bei mir, dass gelbe Blattspitzen nicht vom Licht, sondern von zu hoher EC kamen. Nach Reduktion stabilisierten sich Wachstum, Farbe und Wurzelbild.
All Rights Reserved.